Kambodscha ist im Vergleich zu vielen Nachbarländern relativ entspannt, was private Drohnenflüge angeht, eine generelle Registrierung ist nicht nötig. Für sensible Bereiche wie Angkor Wat oder Phnom Penh gelten aber strenge Sonderregeln mit kostenpflichtigen Genehmigungen.
Außerhalb sensibler Zonen ist Drohnenfliegen in Kambodscha ohne vorherige Registrierung möglich. Wer regelmäßiger oder gewerblich fliegt, sollte trotzdem einen Flugplan sowie einen Versicherungsnachweis bei der SSCA (State Secretariat of Civil Aviation) einreichen.
Über der Tempelanlage von Angkor ist Drohnenfliegen nur mit vorab beantragter Genehmigung erlaubt. Nötig sind gleich mehrere Zustimmungen, unter anderem von der APSARA-Behörde (Zuständigkeit für den Angkor-Park) sowie eine Freigabe der Flugsicherung wegen der Nähe zum Flughafen Siem Reap. Die Kosten liegen zusammen bei rund 500 bis 1.000 US-Dollar, die Bearbeitung dauert bis zu 15 Werktage.
Verboten ist das Fliegen zudem über dem Königspalast in Phnom Penh, in der Nähe von Regierungsgebäuden, Militäreinrichtungen und Flughäfen. Ohne schriftliche Genehmigung gilt das auch generell für Tempelanlagen im Land.
Anfragen zu Genehmigungen und aktuellen Regeln können direkt an die SSCA gerichtet werden, am besten mindestens 2 bis 3 Wochen vor der Reise. Die Bearbeitungszeit variiert zwischen 5 und 15 Werktagen je nach Behörde und Vorhaben.
In Sperrzonen wie dem Angkor-Park oder anderen sensiblen Bereichen reichen die Konsequenzen von einer Verwarnung über die Beschlagnahmung der Drohne bis zu Geldstrafen zwischen 200 und 500 US-Dollar oder Ingewahrsamnahme.
Für normale Reiseaufnahmen abseits von Tempeln und Städten ist Kambodscha unkompliziert. Wer unbedingt über Angkor Wat filmen möchte, sollte den Genehmigungsprozess frühzeitig einplanen und mit den zusätzlichen Kosten rechnen, für die meisten Reisenden lohnt sich das eher nicht.