Costa Rica war für mich ein lang gehegter Traum, der am Ende alle Erwartungen übertroffen hat. Zwei Wochen lang bin ich mit meinem Partner von den Traumstränden Santa Teresas über den artenreichen Manuel-Antonio-Nationalpark bis zum karibischen Flair von Puerto Viejo gereist, und jede Region hat mich auf ihre eigene Weise begeistert.
Costa Rica zählt zu den artenreichsten Ländern der Erde und gilt als Pionier des Ökotourismus in Mittelamerika. Auf verhältnismäßig kleiner Fläche wechseln sich Nebelwälder, aktive Vulkane, Pazifik- und Karibikküste sowie ausgedehnte Nationalparks ab. Ich habe selten ein Land erlebt, in dem so viele unterschiedliche Landschaften auf so engem Raum aufeinandertreffen.
Das Land unterhält kein stehendes Militär und investiert stattdessen seit Jahrzehnten in Naturschutz. Mehr als ein Viertel der Landesfläche steht unter Schutz. Für Reisende bedeutet das eine dichte, gut erschlossene Naturkulisse mit vergleichsweise stabiler touristischer Infrastruktur.

San José ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dein Startpunkt in Costa Rica, zentral im Hochland gelegen, mit internationalem Flughafen und guter Anbindung in alle Landesteile. Ich habe hier nur eine Nacht verbracht, aber das hat gereicht, um einen ersten Eindruck vom Stadtleben, der kolonialen Architektur und den lebendigen Märkten zu bekommen.

Santa Teresa und das ruhigere Nachbardorf Mal País bilden zusammen einen der schönsten Küstenabschnitte der Nicoya-Halbinsel: lange Sandstrände, erstklassige Surfbedingungen und ein entspanntes, internationales Lebensgefühl. Ich habe hier mehrere Tage verbracht und die perfekte Mischung aus Surfen, Yoga und frischen Meeresfrüchten in Strandrestaurants genossen.

Manuel Antonio ist eines der beliebtesten Reiseziele Costa Ricas: kein Wunder, denn hier treffen dichter Regenwald direkt auf traumhafte Strände. Der gleichnamige Nationalpark ist klein, aber unglaublich artenreich: Hier hatte ich meine bisher besten Tierbeobachtungen der ganzen Reise, von Faultieren bis zu neugierigen Kapuzineraffen.

Puerto Viejo ist kulturell ein völlig anderes Costa Rica als die Pazifikküste: afrikanische, indigene und europäische Einflüsse verschmelzen hier zu einer entspannten Reggae-Atmosphäre mit karibischem Flair. Zusammen mit der Nähe zum Cahuita-Nationalpark war das für mich der perfekte Abschluss meiner Reise, abseits der klassischen Touristenrouten.
Von einfachen Hostels über Guesthouses mit Yoga-Deck bis zu Jungle-Lodges mitten im Regenwald ist in Costa Rica alles dabei. Besonders gerne erinnere ich mich an kleine, naturnahe Unterkünfte am Rand der Nationalparks. Dort hatte ich morgens Affen und Tukane direkt vor dem Fenster.
Die Küche ist bodenständig: Gallo Pinto (Reis mit Bohnen), gegrilltes Fleisch, frischer Fisch und tropisches Obst. Am besten und günstigsten isst man in den 'Sodas', den kleinen Familienrestaurants, oder auf lokalen Märkten wie dem Mercado Central in San José. Leitungswasser gilt in den meisten Regionen als unbedenklich, in abgelegenen Gebieten würde ich sicherheitshalber Flaschenwasser trinken.
Das Lebensmotto 'Pura Vida' prägt das ganze Land. Es steht für Gelassenheit und Lebensfreude und wird als Gruß, Dank und Zustimmung gleichermaßen genutzt. Costa-Ricaner (Ticos) gelten als besonders freundlich und hilfsbereit gegenüber Reisenden.