Im Oktober 2024 war ich zwei Wochen lang auf den Seychellen unterwegs, einem Inselstaat aus rund 115 Inseln im Indischen Ozean, nordöstlich von Madagaskar. Bekannt sind sie vor allem für ihre markanten, von der Erosion geformten Granitfelsen, puderweiße Strände und ein Meer in Blautönen, wie ich es kaum irgendwo sonst gesehen habe.
Meine Route führte mich über die drei bekanntesten Hauptinseln: fünf Nächte auf Mahé, vier Nächte auf Praslin, einige Tage auf La Digue und zum Abschluss noch eine letzte Nacht zurück auf Mahé vor dem Rückflug. Jede Insel hatte einen ganz eigenen Charakter, von der belebteren Hauptinsel Mahé mit ihren grünen Bergen bis zur autofreien, entspannten La Digue.

Mahé, die größte Insel der Seychellen, ist der perfekte Einstieg für alle, die atemberaubende Strände, beeindruckende Natur und kreolisches Lebensgefühl erleben wollen. Üppig bewachsene Berge, türkisblaues Wasser und weiße Sandstrände: Mahé vereint alles, was die Seychellen so besonders macht. Neben bekannten Stränden wie Beau Vallon und Anse Intendance warten zahlreiche Wanderwege durch den tropischen Morne Seychellois Nationalpark, dazu begeistert die Hauptstadt Victoria mit bunten Märkten, kolonialer Architektur und viel kreolischem Charme.

Praslin, die zweitgrößte Insel der Seychellen, begeistert mit entspannter Atmosphäre, paradiesischen Stränden und einzigartiger Natur. Hier finden sich einige der schönsten Strände der Welt, darunter Anse Lazio und Anse Georgette, die mit ihrem feinen Sand und türkisblauen Wasser aus einem Bilderbuch stammen könnten. Ein Highlight ist das Vallée de Mai, UNESCO-Weltnaturerbe und Heimat der legendären Coco de Mer Palme, mit dichten Palmenwäldern, exotischen Vögeln und dem sanften Rauschen der Blätter.

La Digue, die wohl idyllischste Insel der Seychellen, verzaubert mit entspanntem Inselleben, atemberaubenden Stränden und einzigartiger Natur. Ohne große Straßen oder Autos erkundet man die Insel am besten mit dem Fahrrad und genießt dabei die malerische Landschaft in aller Ruhe. Anse Source d'Argent, einer der bekanntesten Strände der Welt, beeindruckt mit riesigen Granitfelsen, feinem Sand und kristallklarem Wasser, ein absolutes Postkartenmotiv, aber auch versteckte Buchten wie Anse Marron oder die naturbelassene Grand Anse machen La Digue zum Paradies für Strandliebhaber.
Direktflüge gibt es ab einigen europäischen Drehkreuzen, von Deutschland aus meist mit einem Umstieg. Zwischen den Hauptinseln verkehren Fähren und Kleinflugzeuge, auf den Inseln selbst sind Mietwagen, Taxis oder Fahrräder gängig.
Das Angebot reicht von kleinen Gästehäusern und Selbstversorger-Unterkünften bis zu bekannten Luxusresorts, die Preise liegen insgesamt über dem Durchschnitt vieler anderer tropischer Ziele.
Die kreolische Küche kombiniert afrikanische, indische, chinesische und französische Einflüsse, mit viel frischem Fisch, Currys und Kokosmilch. Leitungswasser wird meist nicht zum Trinken empfohlen, Flaschenwasser ist überall erhältlich.
Die seychellische Gesellschaft ist religiös gemischt und generell entspannt im Umgang mit Besuchern. Freizügige Kleidung ist an den Stränden üblich, in Ortschaften und bei Besuchen von Kirchen wird etwas konservativere Kleidung geschätzt. Trinkgeld in Restaurants und bei Touren ist gängig, aber nicht zwingend vorgeschrieben.