Suche

Wohin geht deine Reise?

Thailand, Palmen und türkisblaues Meer
HomeReisezieleThailandDrohnen-Regeln

Drohne fliegen in Thailand

Stand: August 2026 · Regeln können sich kurzfristig ändern, vor Abreise offizielle Quelle prüfen

Thailand erlaubt das Fliegen von Drohnen grundsätzlich, verlangt aber eine doppelte Registrierung bei zwei Behörden, bevor du überhaupt abheben darfst. Wer das vor der Reise erledigt, spart sich am Flughafen und bei Kontrollen vor Ort viel Stress.

Wer muss registrieren?

Die Registrierungspflicht gilt für jede Drohne ab 250 Gramm Startgewicht, unabhängig davon, ob du privat oder gewerblich fliegst. Nur wirklich winzige Spielzeugdrohnen unter 250 g sind ausgenommen, alle gängigen Reisedrohnen (DJI Mini, Air, Mavic etc.) müssen registriert werden.

Schritt 1: Registrierung bei der NBTC

Zuerst registrierst du deine Drohne bei der NBTC (National Broadcasting and Telecommunications Commission), da jede Drohne mit Kamera als Funkgerät gilt. Das geht online über das NBTC-Registrierungsportal, du brauchst dafür Reisepass, Drohnen-Seriennummer und ein aktuelles Foto. Die Bearbeitung dauert meist wenige Tage, du erhältst danach eine Bestätigung, die du bei dir tragen solltest.

Schritt 2: Registrierung bei der CAAT

Danach folgt die Registrierung bei der CAAT (Civil Aviation Authority of Thailand) über das CAAT-Registrierungsportal (UAS Portal). Hier lädst du zusätzlich deinen Nachweis der NBTC-Registrierung sowie einen Nachweis einer Haftpflichtversicherung hoch (in Thailand vorgeschrieben, mindestens 1 Million THB Deckung wird empfohlen). Nach Prüfung erhältst du ein digitales CAAT-Zertifikat, das du bei Kontrollen vorzeigen musst.

Vor jedem Flug

Führe Reisepass, NBTC-Bestätigung und CAAT-Zertifikat digital oder ausgedruckt mit dir. Prüfe vor Ort, ob dein Fluggebiet in einer No-Fly-Zone liegt (Flughäfen, Militäranlagen, Regierungsgebäude, viele Tempelanlagen und Nationalparks). Fliege nur bei Tageslicht, in Sichtweite und nicht höher als 90 Meter über Grund, es sei denn, eine gesonderte Genehmigung erlaubt mehr.

Verbotszonen & lokale Regeln

In Nationalparks ist Drohnenflug häufig grundsätzlich verboten oder erfordert eine gesonderte Genehmigung der Parkverwaltung, am besten direkt vor Ort oder vorab per E-Mail anfragen. Auf beliebten Inseln wie Koh Phi Phi oder Koh Samui gelten teils zusätzliche lokale Einschränkungen, viele Resorts und Strandabschnitte untersagen das Fliegen aus Rücksicht auf andere Gäste. In der Nähe von Tempeln gilt zusätzlich Respekt vor religiösen Zeremonien, auch wenn keine offizielle Sperrzone ausgewiesen ist.

Kommerzielle Aufnahmen

Wer die Drohne für bezahlte Auftragsarbeiten, YouTube-Monetarisierung oder ähnliches nutzt, braucht zusätzlich eine gesonderte gewerbliche Genehmigung der CAAT. Für reine Urlaubsaufnahmen zum privaten Gebrauch reicht die normale Registrierung.

Strafen bei Verstößen

Wer ohne Registrierung fliegt, riskiert Geldstrafen bis zu 100.000 THB, Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren oder beides, dazu kommt die Beschlagnahmung der Drohne. Die Kontrolldichte schwankt je nach Region, an Flughäfen, in Nationalparks und bei größeren Menschenansammlungen wird aber gezielt kontrolliert.

Offizielle Anlaufstellen

Alle Angaben ohne Gewähr, Regeln, Gebühren und Portale können sich kurzfristig ändern. Bitte vor Abreise die offiziellen Quellen (CAAT, NBTC) prüfen und im Zweifel bei der thailändischen Botschaft nachfragen.
← Zurück zur Übersicht Thailand